Fußball: Auswärtssieg der Ersten Mannschaft in Dülmen, Zweite erkämpft einen Punkt

Fußball: Auswärtssieg der Ersten Mannschaft in Dülmen, Zweite erkämpft einen Punkt

 

DJK Dülmen – Erste Mannschaft 0:3

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ und „Das nächste Spiel ist immer das schwerste.“ An diesen Fußball-Weisheiten vom legendären Wunder-von-Bern-Trainer Sepp Herberger ist sicherlich was dran. Aber mit der Meinung „Der schnellste Spieler ist der Ball“ könnte der alte Grantler falsch gelegen haben.

Ausgebildet in der Leichtathletik-Abteilung des Spiel und Sport 27, fiel ihm der Legende nach, beim dortigen Training auf der Laufbahn einmal zufällig ein Ball vor die Füße ( warscheinlich war bei der Fußball-Abteilung der Ballfangzaun mal wieder nicht hoch genug gesetzt). Liebe auf den ersten Ball.

Die Rede ist von Fabian „Konni“ Konietzni. Da er nun nicht nur schnell, sondern auch zielgerichtet die richtigen Wege zu läuft, erzielte er im Auswärtsspiel bei der DJK in Dülmen seinen zweiten Doppelpack in Folge. Perfekt in Szene gesetzt wurde er dabei heute von seinen flankenden Mitspielern („...nach innen geflankt...müsste aus dem Vordergrund schießen...Tooor“)

Aber der Reihe nach:

Kein Fritz-Walter-Wetter, aber dennoch ungemütlich. Wo war der Sonnenschein der letzten Wochen? Wo? Frühes Aufstehen, wenig Schlaf, so erging es den Spielern unseres Teams am vergangenen Sonntag. Nicht nur, dass die Begegnung schon um 12.30 Uhr angesetzt war, sondern auch die Umstellung auf Sommerzeit war zu bewältigen. Jet-Leg-Gefahr bei den Gamern, Keglern und Doppelkopf-Desperados. Die Tagesform würde entscheidend sein.

Dennoch präsentierte sich unser Team von der ersten Minute an hellwach. Kein langweiliges Abtasten. Gab es schon nach zwei Zeigerumdrehungen die erste Ecke – Standardsituationen sind ja immer gefährlich - , dann nach sechs Minuten das erste Tor.

Nach einem starken Angriff über den rechten Flügel mit scharf herein getretener Flanke von Fabian Beckmann lief Konietzni vor dem Tor in Position und drückte das Leder über die Torlinie (6.). Das war ein Auftakt nach Maß. Ein erstes Konnichiwa. Ein Tor, was unserem Spiel natürlich guttat.

Die Grün-Weißen standen auch im Anschluss weiter hoch und versuchten so, dass Aufbauspiel der DJK zu stören. Das führte immer wieder zu Problemen bei den Rot-Weißen. So erkämpfte sich erneut Beckmann die Murmel und steckte durch in den Lauf auf El Bombinho Niklas Mählman. Dieser tanzte den gegnerischen Keeper aus und schob zur umjubelten 2zu0-Führung ein (20.). Das Tor hatte sich angedeutet.

Als dann Fabian Beckmann, nach Steckpass von Mählmann, frei Richtung Dülmener Tormann lief, entschied er sich für die falsche Variante. Ein Lupfer sollte es sein... Herberger dazu: „Flach spielen, hoch gewinnen.“ - eine hundertprozentige Tormöglichkeit (26.) Wenn sich das nicht mal rächen sollte.

Weiter gings. Denn auch Niklas Mählmann konnte mit seinem folgenden Sololauf den DJK-Goalie nicht überwinden (40.). Da hatten die Abwehrspieler schon abgeschaltet.

Zu guter Letzt versagten auch Nico Mecklenburg freistehend vor dem nun schon oft erwähnten Torwart aus Dülmen die Nerven. Hatte er zu viel Zeit? Gefühlt konnte er auf dem Weg zum Tor die Weiten Vorpommerns mit all ihren Seen und Flüssen durchqueren und dabei Fotos machen - ohne attackiert zu werden. Dann starke Torwart-Parade, verwackelte Bilder.

Zahlreiche Chancen, zu wenig Zählbares. Fakt ist: „Das Runde muss in das Eckige“.

Fairer Weise muss man auch die Angriffe der Heimmannschaft erwähnen, welche zwar glücklicherweise nicht zu einem Treffer führten, die aber schon für Unruhe in der Olfener Verteidigungszone sorgten. Unruhe.

Als dann noch ein Dülmener Spieler vom Unparteiischen des Feldes verwiesen wurde, war klar, dass der SuS die gesamte zweite Hälfte in Überzahl bestreiten würde.

Halbzeitpause. Zuschauer beschreiben mit Phrasen ein Fußballspiel.

Wechsel beim Spiel und Sport 27. Pascal Seypelt neu im Spiel (46.) und fast Torschütze. Doch auch er konnte den Ball alleinstehend nicht im Netz unterbringen (46.). Festzuhalten bleibt, dass die Ballfangzähne in Dülmen höher sind als in der heimischen Steverstadt.

Wenn Du die Dinger vorne nicht machst.....

So zeigten die Rot-Weißen aus Dülmen in Unterzahl mehr Engagement als unser Team und kamen durch Einsatz und Kampf ins Spiel. Nun war nicht mehr zu erkennen, das doch eigentlich 10 gegen 11 spielten. Totgesagte leben länger. Kunstrasen fressen.

Genau zum richtigen Zeitpunkt dann der dritte SuS-Treffer. Klasse Aktion von Dustin Brüggemann und Baran Yilderim auf der linken Seite, scharfe Flanke und Konietzni in der Mitte schon eingelaufen. Miep, miep! 3zu0 SuS (52.) Er geht auch dahin, wo es wehtut und weiß einfach, wo das Tor steht. Ein Tor zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt.

Im Folgenden spielten unsere Elf Freunde zu blauäugig, ein paar Körner zu wenig. Ein Spiel ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter pfeift.

Immer wieder kamen Angriffe des Heimteams gefährlich vor SuS-Keeper Jan Stember, der sein ganzen Können aufbringen musste, um seine weiße Weste zu verteidigen. Die Null muss schließlich stehen. Zweimal fast geschlagen, rettete die Olfener Defensive um Julian Wilhelm und Kevin Bluschke den gegentorfreien Sonntag. Großartig. Kein Beton anrühren, aber defensiv mit teilweise zu wenig Entlastung. Zusätzlich 5 Beckenbauer, 10 Matthäus, 14 Wennemann. Numbers of Glory.

Als die Heimmannschaft kurz vor dem Ende die Brechstange rausholte, konnte Mählmann dann einen Konter nicht vollendenden und scheiterte erneut am DJK-Tormann.

Kurz danach der Abpfiff. Aus, aus, aus...Olfen ist Sieger der Partie, welche nach der ersten Halbzeit hätte entschieden sein müssen, dennoch stand das Spiel nie auf Messers Schneide. Aber darauf stuhlt das Huhn. Wichtige drei Punkte im Kampf um die vorderen Plätze.

„Für unser Spiel wäre es besser gewesen, wäre es bei Elf gegen Elf geblieben“, resümierte SuS-Coach Marco Jedlicka nach dem Spiel im Interview mit den Ruhr Nachrichten.

Nächste Woche fährt der SuS Legden die B 474 und die Panzerstraße runter Richtung Steversportpark. Anstoß ist, wie gewohnt, um 15:30 Uhr – ohne Zeitumstellung. Wir wissen ja: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ und „Das nächste Spiel ist immer das schwerste.“

 

DJK Dülmen 2 – Zweite Mannschaft 3:3

Unsere Zweite Mannschaft konnte am vergangenen Sonntag einen Punkt aus Dülmen entführen.

Wieder mit Kapitän Julian Hellermann, diesmal leider ohne Oldie-Goldie Markus „Aldo“ Reckmann, kamen die SuSler durch Osman „Ossi“ Yildiz in der 17.Minute früh in Führung. Weiterhin mit gutem Spiel konnten die Olfener - nach zwischenzeitlichem Ausgleich - durch einen Treffer von Lukas Pilz (44.) mit einer Führung zur Halbzeitpause aufwarten.

Auch im zweiten Durchgang konnte das Team von Maxi Garske und Sascha Nientiedt nachlegen und kam in der 65. Minute durch Urgestein Nico Schrey zum umjubelten dritten Treffer. Die Dülmener kamen nun besser ins Spiel.

Nach Anschlusstreffer DJK, brauchte es das Ende der Nachspielzeit, als die Dülmener leider noch ausgleichen konnten (90.+3).

So reichte es leider wieder nicht zu drei Punkten im Abstiegskampf. Diese sollen dann beim nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag um 13:30 Uhr gegen DJK/VfL Billerbeck II folgen.